Hilda-Häschen

4
Kochbuch:
Öffentlich
Autor:
Ueli Ammann
Portionen:
4
Schwierigkeit:
mittel
Zubereitungszeit:
-
300 g
Mehl
100 g
Zucker
2 Packung
Vanillezucker
1 Pr
Salz
100 g
Haselnüsse (fein gemahlen, geschält)
Or:
100 g
Mandeln (fein gemahlen, geschält)
250 g
Butter (kalt)
2 Stk
Eier
150 g
Johannisbeergelée (rot)
Or:
150 g
Himbeergelée
1 nach Belieben
Puderzucker (zum Bestäuben)

Zubereitung

Mehl, Zucker, Vanillezucker, Salz und Nüsse mischen. Butter in Stückchen und Eier zugeben. Alles erst mit den Knethaken des Handrührgeräts, dann rasch mit den Hànden zu einem glatten Teig verkneten. In Frischhaltefolie wickeln und (am besten über Nacht) im Kühlschrank kalt stellen.

Teig portionsweise 2-3mm dünn ausrollen, mit Förmchen ausstechen und auf ein mit Backpapier belegtes Backblech legen. Blechweise im vorgeheizten Ofen bei 180°C ca. 10 Minuten backen. Auskühlen lassen.

Gelée erwärmen und mit je zwei Guetsli ein 'Sandwich' mit dem Gelée bilden. Mit Puderzucker bestäuben oder mit Zuckerdekor verzieren.

Warum heißen Hildabrötchen Hildabrötchen?

Die Hildabrötchen haben viele Namen: Hildabrödle (süddt. Baden), Linzer Plätzchen, Linzer Augen, Linzer Rad (Kärnten), Spitzbuben, Pfauenauge (Pfalz), Hildaplätzchen, Johannes-Brötchen, Johannistaler, Hilda cookies (England), galletitas Sonrisas (Argentinien). Sie haben eine lange Tradition und stammen ursprünglich aus dem süddeutschen Raum.

Es wird erzählt, dass der Bäckermeister Johannes von Redsburg damals schnell und billig zuzubereitendes süßes Brot backte, das er mit Marmelade bestrich und denen schenkte, die nichts zu Essen hatten.

Der Johannistaler soll seinen Namen auch davon haben, dass er mit Johannisbeergelée/-konfitüre/-marmelade gefüllt wird.

Sie werden aber auch nach der Großherzogin Hilda von Nassau benannt, der letzten Großherzogin von Baden. Die heiratete Großherzog Friedrich II. von Baden und liebte diese Plätzchen über alles.

Gemeinsam ist allen, dass sie aus einem Mürbeteig (Mehl, Zucker, Butter, Ei) hergestellt werden, oft auch mit Haselnüssen oder Mandeln (Linzer Teig: nur Eigelb). Sie bestehen aus zwei Teilen: Boden und Deckel sind meist rund. Der Deckel ist (mit verschiedenen Motiven wie z.B. Auge, Gesicht) gelocht, so dass die Füllung (meist Johannisbeerkonfitüre) in der Mitte zu sehen ist.

Noch vielseitiger als die Bezeichnungen sind allerdings die Varianten der Rezepte!